Das Kirschblütenfest

        Spiel nach dem Japanischen

 

        Klabund

 

        Broschur

        83 Seiten

        6 S/W-Abbildungen

        Format 19 x 12 cm

        ISBN 978-3-945058-28-2

 

       8,00 €

 

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„Es sei das letzte Kirschenblütenfest,
an dem die Blüten edles Blut befleckt.
Tyrannenmacht kann nicht bestehn.
Es bringt ein Mädchenherz
den stärksten Thron zum Schwanken.“

 

 

Japan in der Heian-Zeit. Kwan, der Sohn des ermordeten Gottkönigs, wächst im Verborgenen auf. Sein Lehrer Genzo bereitet ihn auf den Sturz des Tyrannen und die Übernahme des Throns vor. Als die Schergen des Machthabers das Versteck ausfindig machen, versucht Genzo seinen Zögling durch eine List zu schützen. Ein stellvertretendes Opfer soll dem Nachkommen des rechtmäßigen Herrschers die Rettung bringen. Zunächst scheint der Plan aufzugehen. Doch dann nimmt der Verlauf der Dinge unerwartete Wendungen...

  

Terakoya no dan 寺子屋 の段

Farbholzschnitt von Utagawa Sadahide 歌川貞秀


Klabunds exotistische Interpretation der Terakoya-Vorlage von Takeda Izumo erfreute sich nach der Erstveröffentlich im Jahre 1927 rasch großer Beliebtheit bei der Leserschaft und beim Theaterpublikum. Unter Verwendung fast aller gängigen Japanklischees, von der Kirschblüte bis zum Fujiyama, befriedigte der Autor die Sehnsucht der Deutschen nach der Ferne, die bereits in der Kolonialzeit entstanden war und in den 1920er Jahren nach Inflation und Währungsreform noch verstärkt wurde.

 

Der deutsche Schriftsteller Alfred Henschke verfasste von 1912 bis 1927 unter dem Pseudonym Klabund mehr als drei Dutzend Dramen und Romane sowie zahlreiche Nachdichtungen und Gedichte. Sein größter Erfolg war eine Nachdichtung aus dem Chinesischen. Das 1925 veröffentlichte Drama „Der Kreidekreis“ wurde zum meistgespielten Bühnenstück der Weimarer Republik. Zwanzig Jahre später inspirierte es Berthold Brecht zu seinem Werk „Der kaukasischen Kreidekreis“. 

 

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