Kyōto im 11. Jahrhundert: Yoshihide gilt als der größte Maler des Landes – ein unvergleichlicher Meister, gefürchtet für seine arrogante und exzentrische Natur. Seine Gemälde, die den Tod so realistisch abbilden, dass man den Verwesungsgeruch zu atmen meint, sind legendär. Als er vom mächtigen Herrscher von Horikawa den Auftrag erhält, einen Wandschirm mit den buddhistischen Höllenqualen zu bemalen, beginnt ein makabres Unterfangen.
Was geschieht, wenn die Grenzen zwischen Kunst und Realität, zwischen Genie und Wahnsinn, endgültig verschwimmen? Ein fesselnder, abgründiger Einblick in die dunkelsten Winkel der menschlichen Seele und die extreme Hingabe an die Kunst, die keine Moral kennt.
Mit präziser Sprache, feinem psychologischen Gespür und der suggestiven Kraft japanischer Legenden entfaltet Akutagawa ein kunstvolles Geflecht aus Schönheit und Schrecken, das bis heute nichts von seiner Wirkung verloren hat.


