Am japanischen Hofe

Ottmar von Mohl

 

Broschur
213 Seiten
58 S/W-Abbildungen

Format 22 x 15,5 cm
ISBN 978-3-945058-02-2

 

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Ich war in meinen Gefühlen sehr geteilt. Einerseits das wunderschöne, künstlerisch vollendete alte Japan mit seinen Jahrtausende alten Sitten und Gebräuchen malerischster Art.  

Anderseits die Notwendigkeit, diese Sitten und Gebräuche, soweit als der Verkehr mit dem Ausland es nötig machte, abzuschaffen oder zu modernisieren.“

 

 

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts öffnete sich Japan hin zum Westen. In der Meiji-Zeit  wollte Japan einen bedeutenden Platz in der internationalen Gemeinschaft einnehmen, die zu dieser Zeit von der westlichen Welt dominiert war. Um dies zu erreichen, strebte die japanische Regierung eine rasche Übernahme westlicher Gepflogenheiten in nahezu allen Bereichen wie Staatssystem, Militär, Recht und Bildungswesen an. Eine Vielzahl von Experten wurde aus Europa und den USA eingeladen, um die Umgestaltung zu begleiten. Einer dieser Experten war Ottmar von Mohl, der in den Jahren 1887 bis 1889 als Berater und Zeremonienmeister am japanischen Hofe tätig war.

 

Ottmar von Mohls „Am japanischen Hofe“ ist mehr als nur ein nüchternes Tagebuch seines Japanaufenthaltes. Es ist ein faszinierendes Zeitdokument, in dem das Hin- und Hergerissensein der japanischen Oberschicht zwischen Erhalt der Traditionen und Wille zur Modernisierung auf dramatische Weise verdeutlicht wird.

 

Kaum ein westlicher Gast war in der Zeit nach der Meiji-Restauration dem japanischen Kaiser so nahe wie Ottmar von Mohl. Er erhielt intime Einblicke in das Leben am Hofe und in die Gedankenwelt der japanischen Oberschicht.

 

Ottmar von Mohls Schilderungen überraschen an vielen Stellen. Oft schien er sich stärker den japanischen Traditionen verpflichtet als seine einheimischen Ansprechpartner. Diesen konnte es bei der Umsetzung des Modernisierungsprogrammes gar nicht schnell genug gehen. Der deutsche Gast dagegen sorgte sich um den Verlust wertvoller Aspekte der japanischen Kultur. So setzte sich Ottmar von Mohl vehement für den Erhalt der traditionellen japanischen Kostüme und der Hofmusik ein. In seinen Schilderungen wird eine – im Vergleich zu anderen westlichen Besuchern dieser Zeit – ungewöhnlich hohe Sensibilität bei der Begleitung des radikalen Umordnungsprozesses deutlich.

 

Erstmals wurde Ottmar von Mohls „Am japanischen Hofe“ im Jahre 1904 im Berliner Verlag Reimer veröffentlicht. Im Jahre 2011 erfolgte im Kodansha Verlag, Tokyo, eine Veröffentlichung in japanischer Übersetzung von Seiya Kanamori.

 

Für die Wiederveröffentlichung in der Reihe BIBLIOTHEK MEIJI wurden die Abbildungen der deutschen Erstausgabe übernommen, um auch den visuellen Eindruck der Japansicht Ottmar von Mohls zu übermitteln und um den beschriebenen Personen Gesichter zu geben. Außerdem enthält diese Ausgabe eine Kurzbiografie Ottmar von Mohls sowie ein Kapitel über den japanischen Kaiser Meiji. reisebericht

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