Ende des 19. Jahrhunderts modernisierte sich Japan in rasantem Tempo. Lafcadio Hearn hielt das im Schwinden begriffene alte Japan in seinen Skizzen fest. Doch ihn faszinierten keine exotischen Fassaden, sondern die Seele des Landes – seine Mythen, seine Spiritualität und das Unheimliche.

In acht ausgewählten Essays, die hier erstmals in deutscher Sprache erscheinen, nimmt uns Hearn mit auf eine faszinierende Reise zu den Meisho, den denkwürdigen Orten des Landes. Vom schmerzvollen Aufstieg auf den heiligen Berg Fuji über die Erkundung der abgelegenen Oki-Inseln bis hin zu den Geisterzeremonien an den Fischerküsten von Yaizu: Seine Beschreibungen sind immer auch Grenzgänge zwischen der sichtbaren Wirklichkeit und der verborgenen Welt der Naturgeister und Dämonen.